Archiv für Januar 2021

Chanukka 2020

Chanukka im Hugo Mendel zu feiern ist besonders während der Pandemie, die wir durchleben, ein besonders schönes Beispiel, wie man auch unter widrigen Umständen, das Beste aus einer schwierigen Situation machen kann.

Während viele ältere Menschen zu Hause, oder gar im Altersheim, immer mehr vereinsamen und die Isolation nun, verstärkt durch die Angst vor Ansteckung mit dem neuen Virus, noch stärker erleben, geniessen die Hugo Mendel Bewohner in der Chanukkazeit die Gemeinschaft und den Zusammenhalt untereinander und mit dem beherzten Hugo Mendel Team.

Die von den Bewohnern liebevoll gebastelten Dekorationen schmücken das ganze Haus und lassen nirgends zu, dass man vergessen könnte, welche Feiertage anstehen…

Das tägliche gemeinsame Kerzenzünden mit anschliessendem Maos Zur Singen und Trendel spielen wird von Chaim Hoch in einer sehr einfühlsamen Weise geleitet und bietet einen heilsamen Kontrast zur düsteren Winter- und Corona-Stimmung.

David Rothschild, der seit vielen Jahren den Schabbes Chanukka mit den Bewohnern im Mendelheim verbringt, lässt es sich auch diesmal nicht nehmen, gute Laune und fröhliche Stimmung zu verbreiten. Jedem Bewohner bringt er einen traditionellen Kauletsch («jeckisches» Früchtebrot) mit. Dank der Unterstützung der jungen Minjanmänner der Tiferes Doniel Schule, kann die Tefilah, in Einhaltung der Covid-Restriktionen, in unserer Synagoge abgehalten werden.

Die Chanukka Nachmittage sind jeweils von Musik unterschiedlicher Stilrichtungen erfüllt: Akkordeon mit Claudio Eckmann, Klavier mit Peter Korda und Klangvirtuose DonMax entführen die Zuhörer in andere Welten.

Die Kinder des ICZ Kindergartens können, pandemiebedingt, leider nicht live auftreten, erfreuen die Bewohner aber mit einem virtuellen Auftritt per Skype, der im Aufenthaltsraum auf die Leinwand übertragen wird.

Am Rosch Chodesch Tewet überrascht Rabbiner Noam Hertig die Bewohner mit einem Live-Besuch. Nach so viel Online Schiurim ist es eine sehr willkommene Abwechslung, den ICZ Rabbiner ausserhalb der virtuellen Corona-Umgebung willkommen zu heissen.

Ein besonderes Highlight bietet Herr Freudiger, der mit seinem Marroni-Stand im Hugo Mendel Garten seine feinen Kastanien zubereitet. Die Bewohner können dabei zuschauen und sich die Hände am warmen Marroni-Beutel wärmen. Der feine Duft lockt sogar die zähesten Stubenhocker ins Foyer!

Die Hugo Mendel Makkabäer lassen sich weder durch grimmige Seleukiden noch von Pandemien vom Feiern abhalten. Ein wundervolles Chanukka-Fest mit viel Musik und tollen Eindrücken zum Trotz vor allen Widrigkeiten!

Ein grosser Dank geht an das Hugo Mendel Personal, dass uns in dieser schwierigen Zeit besonders unterstützt.

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