Jom Haatzma’ut im Hugo Mendel

Wenn man mit Menschen spricht, die den Tag der Unabhängigkeitserklärung Israels miterlebt haben, hört man immer wieder eines: «Es war ein Gefühl wie Jom Tow». Egal wie man die historisch bedeutsamen Ereignisse dieses Tages religiös bewertet, ob man Hallel sagt oder zumindest kein Tachanun betet – ein erfreuliches Ereignis diesen Ausmasses hat es bei den Juden seit der Rückkehr aus Babylonien und der Einweihung des 2. Tempels nicht mehr gegeben.

Für die Generation der Überlebenden, die derzeit die Hugo Mendel Residenz bevölkert, hat Jom Haatzmaut eine Bedeutung, die persönlicher nicht sein könnte. Beim gemeinsamen Singen der Hatikwa im Speisesaal blieb kein Auge trocken. Jeder dachte an die Asche der zerstörten Gemeinden Europas und gleichzeitig an den Anfang der wunderbaren Wiederauferstehung unseres zerschlagenen Volkes.

Vor dem feierlichen Mittagessen mit israelischen Spezialitäten, hob Berouria Schoppig hervor, wie der jahrtausendealte Traum, in unser Heimatland zurückzukehren, an diesem Tag in Erfüllung gehen konnte.

Das ganze Haus war mit blau weissen Fahnen geschmückt und mit herrlichen Blumensträussen dekoriert.

Nach der Siesta trafen sich die Bewohner in der Cafeteria, um das spezielle Jom Haazma’ut Gebäck zu geniessen, dass unser Koch vorbereitet hatte: Davidstern-Guetzli mit blau weissem Zuckerguss! Bei geselligem Zusammensein sang man israelische Lieder, die von Herrn Frenkel mit seiner elektronischen Klaviatur begleitet wurden.

In Hoffnung auf viele weitere zukünftige Freuden, wünschen wir allen:
Leschana habaa beJeruschalajim Habenuja!